Das Wichtigste vorab
Nimm den RolloDrive 65 Standard, wenn eine Auf- und eine Abfahrzeit für alle Tage genügen. Der RolloDrive 65 Plus hat ein Display mit Tages- und Wochenprogramm, Astro-, Zufalls- und Lüftungsfunktion. Der RolloDrive 65 Premium entspricht dem Standard und hat zusätzlich 868,4-MHz-Funk für Handsender und das Schellenberg-System. Flächen, Gurtbreite, Lochabstand (165 oder 185 mm) und Einbaumaße sind bei allen dreien gleich.
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Kurzurteil
Der RolloDrive 65 ist bei Schellenberg das Unterputz-Gerät für größere Rollläden: Wo der RolloDrive 45 bei 4 m² Kunststoff endet, reicht dieser bis 6 m². Die drei Ausführungen unterscheiden sich nicht in der Kraft, sondern in der Bedienung. Für die meisten Fenster genügt der Standard. Der Plus lohnt sich, wenn am Wochenende andere Zeiten gelten sollen oder der Rollladen dem Sonnenuntergang folgen soll. Der Premium ist für alle, die per Handsender fahren wollen. Die Einschätzung beruht auf den Unterlagen von Schellenberg, nicht auf eigenen Messungen.
Schellenberg
RolloDrive 65 Standard
Unterputz-Wickler für größere Rollläden: 45 kg Zugkraft, freigegeben bis 6 m² Kunststoff.
- Bauart
- Unterputz
- Gurtbreite
- 23 mm
- Fläche Kunststoff
- bis 6 m²
- Fläche Alu/Holz
- bis 3 m²
- Zugkraft
- 45 kg
- Lochabstand
- 165 oder 185 mm
Warum an dieser Stelle: Unterputz, 23-mm-Gurt, freigegeben bis 6 m² Kunststoff oder 3 m² Aluminium und Holz. Zeitautomatik mit je einer Auf- und Abfahrzeit, Anschluss für Sonnen- und Dämmerungssensor.
Passt zu: Kunststoff-Rollläden bis 6 m² oder Aluminium und Holz bis 3 m² mit 23-mm-Gurt.
Dafür spricht
- Freigegeben bis 6 m² Kunststoff bzw. 3 m² Aluminium/Holz
- Wickelt laut Hersteller 8 m Gurt bei 1,0 mm Stärke
- Zeitautomatik, Hinderniserkennung, Anschluss für Sonnen- und Dämmerungssensor
Das fehlt
- Braucht einen Mauerkasten mit mindestens 134 mm Höhe
- Arbeitet mit 230 Volt; die Montageanleitung verlangt Anschluss und Inbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft
- Kein Display, Sensor nur als Zubehör
Standard, Plus und Premium im Vergleich
| Merkmal | 65 Standard (22765) | 65 Plus (22766) | 65 Premium (22767) |
|---|---|---|---|
| Bedienung | 5 Tasten, 3 LEDs | 5 Tasten, LC-Display | Tasten, LEDs, Funk |
| Schaltzeiten | 2, gleich für alle Tage | Tagesprogramm oder Wochenprogramm | 2, gleich für alle Tage |
| Wochenende getrennt | nein | ja, wahlweise jeder Tag einzeln | nein |
| Astrofunktion | nein | ja, über die ersten zwei Ziffern der Postleitzahl | nein |
| Urlaubs-/Zufallsfunktion | nein | ja, 0 bis 30 Minuten Verzögerung | nein |
| Sommer-/Winterzeit | Zeiten von Hand neu setzen | automatisch (Expertenmodus) | Zeiten von Hand neu setzen |
| Nach Stromausfall | Schaltzeiten versetzt, neu setzen | Uhrzeit bleibt 8 Stunden erhalten | Schaltzeiten versetzt, neu setzen |
| Funk | nein | nein | 868,4 MHz, im Gebäude höchstens 20 m |
| Sensor (Zubehör) | Sonne und Dämmerung | Sonne und Dämmerung | Sonne und Dämmerung |
| Preisklasse | mittlere | – | obere |
Den Plus führen wir nicht in unserer Produktauswahl; seine Daten stammen von der Produktseite und aus der Montageanleitung des Herstellers. Eine Preisklasse ordnen wir ihm deshalb nicht zu.
Was alle drei gemeinsam haben
| Merkmal | Angabe von Schellenberg |
|---|---|
| Bauart | Unterputz, System Maxi |
| Gurtbreite | 23 mm |
| Rollladenfläche Kunststoff | höchstens 6,0 m² (bei höchstens 4,5 kg/m²) |
| Rollladenfläche Aluminium/Holz | höchstens 3,0 m² (bei höchstens 10 kg/m²) |
| Zugkraft | höchstens 45 kg am Gurtband |
| Wickelkapazität | 8,0 m bei 1,0 mm Gurtstärke, 4,5 m bei 1,7 mm |
| Lochabstand | 165 oder 185 mm |
| Mauerkasten | mindestens 134 mm Öffnungshöhe |
| Einbauteil (B × H × T) | 138 × 132 × 35 mm |
| Blende (B × H × T) | 59 × 210 × 27 mm |
| Strom | 230 V, Netzkabel 1,5 m, Nennleistung 70 W |
| Schalldruckpegel | höchstens 70 dB(A) |
| Schutzart | IP20, nur für trockene Räume |
Beim Premium nennt die Produktseite neben den 45 kg an anderer Stelle 30 kg als Anfangszugkraft. Wir halten uns an die Flächenfreigabe, die bei allen drei Ausführungen gleich ist. Die Anleitung spricht außerdem von „glatten Rollläden“ – für Sonderformen ist das Gerät nicht vorgesehen. Ob dein Rollladen in die Freigabe passt, zeigt der Zugkraft-Rechner.
Vorteile
- Freigabe je Material: 6 m² Kunststoff, 3 m² Aluminium und Holz
- Wickelt bis 8 m Gurt bei 1,0 mm Stärke
- Lochabstand, Einbaumaße und Mindesthöhe als Zahl angegeben
- Sonnen- und Dämmerungssensor nachrüstbar
Nachteile
- Braucht 134 mm Öffnungshöhe – niedrige Mauerkästen scheiden aus
- Alle drei Montageanleitungen verlangen eine Elektrofachkraft
- Standard und Premium: nur zwei Schaltzeiten, nach Stromausfall neu setzen
- Kein WLAN, kein Matter; Handsender und Sensor sind Zubehör
Montage: 230 Volt und der Satz zur Fachkraft
Der RolloDrive 65 wird mit einem Netzkabel samt Stecker geliefert. Trotzdem steht in den Montageanleitungen von Standard, Plus und Premium wortgleich: Elektrischer Anschluss, Montage und Inbetriebnahme müssen durch eine ausgebildete Elektrofachkraft erfolgen. Das unterscheidet ihn vom RolloDrive 45, der an einem 24-Volt-Netzteil läuft und in dessen Anleitung dieser Satz fehlt.
Weitere Vorgaben der Anleitung: frei zugängliche 230-Volt-Steckdose am Einsatzort, Einbauhöhe mindestens 850 mm über dem Fußboden, Gurt möglichst senkrecht einlaufend, mindestens eine Umdrehung Gurt auf dem Wickelrad. Im Karton liegen laut Produktseite Netzkabel, Entriegelungsklammer, Schrauben, eine Klemmung für die Netzleitung und zwei Abdeckungen. Den Ablauf des Tauschs beschreibt die Seite Elektrischen Gurtwickler einbauen.
Einstellen und Alltag
Beim Standard und Premium werden die Endlagen angefahren und innerhalb von 4 Sekunden bestätigt; die Schaltzeiten speicherst du einmalig zur gewünschten Uhrzeit. Der Plus führt nach dem ersten Einschalten durch Datum, Uhrzeit, Endlagen und Tagesprogramm. Die Schritte je Ausführung stehen unter Schellenberg RolloDrive einstellen.
Mit dem optionalen Sensor fährt der Rollladen bei Sonne bis zur Position des Sensors an der Scheibe herunter und abends bei Dämmerung ganz. Einstellbar sind laut technischen Daten 2.000 bis 20.000 Lux für die Sonnen- und 2 bis 50 Lux für die Dämmerungsfunktion.
Der Premium und sein Funk
Der RolloDrive 65 Premium* (Anzeige) funkt mit 868,4 MHz im Schellenberg-System, laut Hersteller höchstens 20 m im Gebäude und 100 m im Freifeld. Für die Fernsteuerung braucht es eine separat erhältliche Funk-Zeitschaltuhr oder einen Funk-Handsender. Für die Einbindung in ein Smart-Home-System nennt Schellenberg gegebenenfalls weiteres Zubehör wie den Funkstick; als kompatibel führt die Produktseite Smart Friends und Magenta SmartHome. Was das im Vergleich zu anderen Funkgeräten bedeutet, steht unter Gurtwickler mit Funk und Fernbedienung.
Alternativen
- Kleiner Rollladen, niedriger Mauerkasten: der RolloDrive 45* (Anzeige) – bis 4 m² Kunststoff, 103 mm Öffnungshöhe.
- Noch größere Flächen oder schwere Holzrollläden: Geräte mit 60 kg stehen unter Gurtwickler für schwere Rollläden.
- App und Sprachsteuerung: Dafür ist die Reihe nicht gebaut; siehe Smarte Gurtwickler.
Alle RolloDrive-Modelle nebeneinander zeigt die Seite Schellenberg RolloDrive.
Oft gefragt
Was ist der Unterschied zwischen RolloDrive 65 Standard und 65 Plus?
Antrieb, Flächenfreigabe und Maße sind gleich. Der Standard hat fünf Tasten, drei LEDs und höchstens zwei Schaltzeiten, die für alle Tage gelten. Der Plus hat ein LC-Display und laut Anleitung ein Tagesprogramm, ein Wochenprogramm mit getrennten Zeiten für Werktage und Wochenende oder für jeden Wochentag, eine Urlaubs- und Zufallsfunktion, eine Astrofunktion, eine Lüftungsposition, eine Tastensperre und eine Gangreserve von 8 Stunden.
Hat der RolloDrive 65 eine Zugkraft von 65 kg?
Nein. Schellenberg nennt für den RolloDrive 65 höchstens 45 kg am Gurtband. Die 65 ist eine Modellnummer. Maßgeblich ist die freigegebene Fläche: 6 m² bei Kunststoff mit höchstens 4,5 kg je Quadratmeter, 3 m² bei Aluminium und Holz mit höchstens 10 kg je Quadratmeter. Die Werte gelten laut Anleitung für eine ideale Einbausituation.
Wie lerne ich am RolloDrive 65 Premium einen Handsender an?
Laut Montageanleitung versetzt du das Gerät mit der dort gezeigten Tastenkombination in den Programmiermodus. Danach muss der Funk-Handsender innerhalb von 10 Sekunden gekoppelt werden; sonst beginnst du erneut. Wie weitere Sender gekoppelt oder entfernt werden, steht laut Schellenberg in der Anleitung des jeweiligen Senders. Der Handsender selbst ist Zubehör.
Passt der RolloDrive 65 in meinen Mauerkasten?
Der Hersteller verlangt mindestens 134 mm Öffnungshöhe. Der Teil, der im Kasten sitzt, misst laut Produktseite 138 × 132 × 35 mm, die sichtbare Blende 59 × 210 × 27 mm. Die Schraublöcher müssen 165 oder 185 mm auseinanderliegen. Reicht die Höhe nicht, bleibt innerhalb der Marke nur der kleinere RolloDrive 45 mit 103 mm – der aber für deutlich kleinere Rollläden gebaut ist.
Wie lange darf der RolloDrive 65 am Stück laufen?
Die Montageanleitung nennt eine Laufzeitbegrenzung von höchstens 4 Minuten, danach mindestens 12 Minuten Pause; die volle Betriebsbereitschaft ist nach etwa 60 Minuten wieder da. Die Produktseite formuliert es anders: höchstens 5 Minuten unter voller Last, dann etwa 30 Minuten abkühlen. Im Alltag spielt das selten eine Rolle, beim Einstellen der Endlagen mit vielen Probefahrten schon.
Hier geht es weiter
- HerstellerSchellenberg RolloDriveSchellenberg RolloDrive 35, 45, 55, 65, 75 und 105 im Überblick: Bauart, Gurtbreite, freigegebene Fläche, Zugkraft und Lochabstand laut Hersteller – mit Empfehlung.
- Schritt für SchrittRolloDrive einstellenRolloDrive 45, 65 Standard, 65 Plus und 65 Premium einstellen: Endlagen, Schaltzeiten, Werksreset und LED-Signale nach den Montageanleitungen von Schellenberg.
- Modell im DatenblattRolloDrive 45Schellenberg RolloDrive 45 (Art. 22745): Unterputz, 23-mm-Gurt, 12 kg Zugkraft, bis 4 m² Kunststoff, 24-Volt-Netzteil. Maße, Gurtlängen, Grenzen und Alternativen.
- Auswahl & KaufUnterputzElektrische Unterputz-Gurtwickler nach Herstellerangaben: Mindestmaße für den Mauerkasten, Lochabstand, freigegebene Rollladenfläche und Stromanschluss.
- Auswahl & KaufFunk und FernbedienungElektrische Gurtwickler mit Funk: Bei den meisten Geräten ist der Handsender Zubehör. Fünf Funk-Modelle für Unterputz und Aufputz im Vergleich.
- Auswahl & KaufSchwere RolllädenWelcher elektrische Gurtwickler schafft schwere Rollläden? Geräte mit 60 und 75 kg laut Hersteller, freigegebene Flächen für Holz und Kunststoff, Maße.
Belege und Quellen
- Schellenberg: Produktseite RolloDrive 65 Standard, Art. 22765 (technische Daten, Maße, Lieferumfang)
- Schellenberg: Montageanleitung RolloDrive 65 Standard, MA22765001 / 05.25 (Elektrofachkraft, Laufzeitbegrenzung, Sensoren)
- Schellenberg: Produktseite RolloDrive 65 Plus, Art. 22766
- Schellenberg: Montageanleitung RolloDrive 65 Plus, MA22766001 / 05.25 (Programme, Astrofunktion, Gangreserve)
- Schellenberg: Produktseite RolloDrive 65 Premium, Art. 22767 (Funk, Reichweite, Zubehör)
- Schellenberg: Montageanleitung RolloDrive 65 Premium, MA22767001 / 05.25 (Handsender koppeln)
Verfasst von
Redaktion gurtwickler-elektrisch.de
Die Redaktion von gurtwickler-elektrisch.de liest Datenblätter, Montageanleitungen und Herstellerseiten elektrischer Gurtwickler und stellt die Angaben nebeneinander: freigegebene Rollladenfläche je Material, Gurtbreite, Lochabstand, Stromanschluss, Funk. Grundlage sind die Unterlagen der Hersteller; die Quellen stehen am Ende jeder Seite.
- Werte aus Datenblatt und Montageanleitung
- Widersprüche zwischen Quellen werden genannt
- Vergleich nach Herstellerangaben
- Anbieterangaben im Impressum