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Gurtwickler elektrisch

Modell im Datenblatt

Schellenberg RolloDrive 45: Daten, Grenzen und für welche Rollläden er reicht

Der Schellenberg RolloDrive 45 (Art. 22745) ist ein Unterputz-Gurtwickler für 23 mm breiten Gurt. Er zieht laut Hersteller höchstens 12 kg und ist für Kunststoff-Rollläden bis 4 m² sowie Aluminium- und Holzrollläden bis 2 m² freigegeben. Er passt in Mauerkästen ab 35 mm Öffnungsbreite und 103 mm Höhe und läuft an einem 24-Volt-Steckernetzteil.

aus der Redaktion Stand 11. Oktober 2026 ca. 5 Minuten

Das Wichtigste vorab

Der RolloDrive 45 reicht für Kunststoff-Rollläden bis 4 m² und für Aluminium oder Holz bis 2 m², jeweils mit 23-mm-Gurt und vorhandenem Mauerkasten. Die Schraublöcher müssen 135 oder 165 mm auseinanderliegen, die Öffnung mindestens 35 mm breit und 103 mm hoch sein. Er wickelt rund 5,5 m Gurt bei 1,0 mm Stärke. Für größere oder schwerere Rollläden ist der RolloDrive 65 gedacht.

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Kurzurteil

Der RolloDrive 45 ist das Einstiegsgerät von Schellenberg für den Mauerkasten – und das Modell, bei dem der Name am häufigsten in die Irre führt. Er ist klein, braucht wenig Einbauhöhe und läuft an einem Steckernetzteil mit Kleinspannung. Dafür ist er nur für kleine bis mittlere Kunststoff-Rollläden gebaut. Wer nach Fläche und Material kauft und nicht nach der Zahl im Namen, bekommt in der unteren Preisklasse ein passendes Gerät. Eigene Messungen haben wir nicht; alle Werte stammen von Schellenberg.

Einstieg UnterputzAnzeige

Schellenberg

RolloDrive 45

Kompakter Unterputz-Wickler für breiten Gurt und kleinere Kunststoff-Rollläden – versorgt über ein 24-Volt-Steckernetzteil.

Bauart
Unterputz
Gurtbreite
23 mm
Fläche Kunststoff
bis 4 m²
Fläche Alu/Holz
bis 2 m²
Zugkraft
max. 12 kg (Endzugkraft 7 kg am Gurtband)
Lochabstand
135 oder 165 mm

Warum an dieser Stelle: Unterputz, 23-mm-Gurt, Kunststoff-Rollladen bis 4 m²: Für diesen Fall gibt Schellenberg das Gerät frei. Es passt in Mauerkästen ab 35 mm Öffnungsbreite und 103 mm Höhe und wird über ein 24-Volt-Steckernetzteil versorgt.

Passt zu: Kunststoff-Rollläden bis 4 m² mit 23-mm-Gurt und vorhandenem Mauerkasten.

Dafür spricht

  • Passt laut Hersteller in Mauerkästen ab 35 mm Öffnungsbreite und 103 mm Öffnungshöhe
  • Steckernetzteil mit 24 Volt und 1,9 m Kabel im Lieferumfang
  • Hinderniserkennung und Zeitautomatik mit je einer Auf- und Abfahrzeit

Das fehlt

  • Nur 12 kg Zugkraft – die 45 im Namen ist keine Kilogramm-Angabe
  • Aluminium- und Holzrollläden nur bis 2 m²
  • Schaltzeiten werden per Tastendruck zur gewünschten Uhrzeit gesetzt und verschieben sich, wenn der Stecker gezogen wird
  • Sonnensensor nur als Zubehör
  • Produktseite und Anleitung weichen ab: Wickelkapazität ca. 5,5 m gegen 6,5 m (bei 1,0 mm Gurtstärke), Schutzklasse III gegen II – wir rechnen mit 5,5 m

Für wen – und für wen nicht

Vorteile

  • Passt in niedrige Mauerkästen: mindestens 35 mm Öffnungsbreite und 103 mm Höhe
  • Zwei Lochabstände: 135 oder 165 mm
  • Steckernetzteil mit 24 Volt, Kabel 1,9 m, im Lieferumfang
  • Hinderniserkennung, Blockiererkennung und Zeitautomatik mit je einer Auf- und Abfahrzeit

Nachteile

  • Nur 12 kg Zugkraft, am Ende des Wickelwegs laut Hersteller 7 kg am Gurtband
  • Aluminium und Holz nur bis 2 m²
  • Schaltzeiten verschieben sich nach einem Stromausfall um dessen Dauer
  • Kein Display, kein Funk; Sonnensensor nur als Zubehör

Passt, wenn dein Gurt 23 mm breit ist, in einem Mauerkasten verschwindet und der Rollladen aus Kunststoff besteht und höchstens 4 m² hat. Das sind zum Beispiel Fenster bis etwa 1,6 × 2,4 m.

Passt nicht für Terrassentüren mit mehr als 4 m², für Holzrollläden über 2 m², für schmalen Gurt und für Wickler, die auf der Wand sitzen. Was es mit den 45 kg auf sich hat, die dem Gerät oft zugeschrieben werden, klärt die Frage Hat der RolloDrive 45 eine Zugkraft von 45 kg?.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalAngabe von Schellenberg
Artikelnummer22745
BauartUnterputz, System Maxi
Gurtbreite23 mm
Rollladenfläche Kunststoffhöchstens 4,0 m² (Anleitung: bei 3 kg/m²)
Rollladenfläche Aluminium/Holzhöchstens 2,0 m²
Zugkrafthöchstens 12 kg, Endzugkraft 7 kg am Gurtband
Wickelkapazitätca. 5,5 m bei 1,0 mm Gurtstärke, ca. 3,5 m bei 1,7 mm
Lochabstand135 oder 165 mm
Mauerkastenmindestens 35 mm Öffnungsbreite, 103 mm Höhe
Blende (B × H × T)55 × 220 × 32 mm
StromversorgungSteckernetzteil, Ausgang 24 V Gleichspannung, Kabel 1,9 m
Nennleistung29 W
Kurzzeitbetrieb5 Minuten
Schaltzeiten2 (eine Auffahrt, eine Abfahrt)
Schalldruckpegelhöchstens 70 dB(A)
SchutzartIP20, nur für trockene Räume

Zwei Angaben weichen zwischen den Unterlagen ab. Die Montageanleitung nennt 6,5 m Wickelkapazität bei 1,0 mm Gurtstärke, die Produktseite ca. 5,5 m; wir nennen den kleineren Wert. Und die Anleitung führt Schutzklasse II, die Produktseite Schutzklasse III.

Im Karton liegen laut Produktseite das Gerät, das Netzteil mit Kabel, zwei Schrauben, zwei Dübel, eine Entriegelungsklammer und die Anleitung. Ein Gurt gehört nicht dazu – der vorhandene bleibt.

Montage: was die Anleitung verlangt

Der Ablauf entspricht dem üblichen Tausch: alten Wickler ausbauen, Gurt 200 mm unterhalb des Auslasses abschneiden, das Ende umschlagen und schlitzen, am Haken des Wickelrads einhängen, Gerät einschieben und verschrauben. Der Rollladenkasten bleibt zu. Die bebilderten Schritte stehen in der Anleitung Elektrischen Gurtwickler einbauen.

Diese Punkte aus der Montageanleitung solltest du vorher kennen:

  • Steckdose. Bauseits muss eine frei zugängliche 230-Volt-Steckdose vorhanden sein. Das Netzteilkabel darf nicht verlängert werden.
  • Höhe. Der Antrieb muss mindestens 850 mm über dem Fußboden oder in einer anderen Zugangshöhe sitzen.
  • Gurtlauf. Der Gurt soll möglichst senkrecht einlaufen; ein ausgefranster Gurt ist vor dem Einbau zu tauschen.
  • Alte Federdose. Beim Lösen des Gurts vom alten Wickler entspannt sich die Feder schlagartig. Die Anleitung rät zu Handschuhen.
  • Fachkraft. Der Satz, dass Anschluss und Inbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft erfolgen müssen, steht in dieser Anleitung nicht – anders als bei den 230-Volt-Modellen der Reihe. Die Vorschriften für die Elektroinstallation sind laut Anleitung zu beachten.

Einstellen und Alltag

Die Endlagen setzt du im Tippbetrieb: Fahrtaste mit dem Finger und Set-Taste mit einer Büroklammer gleichzeitig drücken, rechtzeitig loslassen. Die Schaltzeiten tippst du nicht als Uhrzeit ein, sondern speicherst sie einmalig genau dann, wenn der Rollladen künftig fahren soll. Alle Schritte samt Werksreset beschreibt die Seite Schellenberg RolloDrive einstellen.

Zwei Dinge fallen im Alltag auf. Nach einem Stromausfall blinkt die LED der Uhr-Taste, und die Schaltzeiten liegen um die Dauer des Ausfalls später. Und die Uhr läuft laut Hersteller auf etwa eine Minute im Monat genau – wer es präzise mag, setzt die Zeiten gelegentlich neu. Bleibt der Rollladen stehen, hilft die Seite Gurtwickler fährt nicht hoch.

Käuferstimmen und Sternebewertungen geben wir nicht wieder.

Alternativen

  • Größerer oder schwererer Rollladen: Der RolloDrive 65 Standard* (Anzeige) ist bis 6 m² Kunststoff oder 3 m² Aluminium und Holz freigegeben. Er braucht 134 mm Öffnungshöhe und arbeitet mit 230 Volt; seine Montageanleitung verlangt eine Elektrofachkraft. Mehr dazu: Schellenberg RolloDrive 65.
  • Etwas mehr Fläche bei gleicher Stromversorgung: Der Superrollo GW60* (Anzeige) läuft ebenfalls an einem 24-Volt-Netzteil und ist bis 4,5 m² Kunststoff freigegeben; der Sonnensensor liegt bei.
  • Andere Hersteller für den Mauerkasten: Unterputz-Gurtwickler im Überblick.

Alle Modelle der Reihe mit ihren Freigaben zeigt die Seite Schellenberg RolloDrive.

Oft gefragt

Für welche Rollladenfläche ist der RolloDrive 45 geeignet?

Schellenberg gibt den RolloDrive 45 für höchstens 4 m² Kunststoff-Rollladen und höchstens 2 m² Aluminium- oder Holzrollladen frei. Die Montageanleitung rechnet bei Kunststoff mit 3 kg je Quadratmeter. Die Werte sind laut Hersteller Richtwerte für eine ideale Einbausituation; je nach Bauart und Gewicht des Rollladens kann die mögliche Fläche geringer ausfallen.

Wie viel Gurt wickelt der RolloDrive 45 auf?

Die Produktseite nennt etwa 5,5 m bei 1,0 mm Gurtstärke und etwa 3,5 m bei 1,7 mm. In der Montageanleitung stehen für 1,0 mm Stärke 6,5 m. Wir rechnen mit dem kleineren Wert. Je dicker der Gurt, desto weniger passt auf das Wickelrad. Ein zu langer Gurt wird beim Einbau gekürzt; die Anleitung zeigt den Schnitt 200 mm unterhalb des Gurtauslasses.

Braucht der RolloDrive 45 eine Steckdose?

Ja. Laut Montageanleitung muss am Einsatzort eine frei zugängliche Netzsteckdose mit 230 Volt vorhanden sein. Dort steckt das mitgelieferte Steckernetzteil, das den Antrieb mit 24 Volt Gleichspannung versorgt. Das Kabel ist 1,9 m lang und darf laut Anleitung nicht verlängert werden. Es ist nur das Original-Netzteil zu verwenden.

Kann ich am RolloDrive 45 einen Sonnensensor anschließen?

Ja, als Zubehör. Die Montageanleitung nennt den Sensor mit der Artikelnummer 22746 und etwa 1,5 m Kabel. Die Sonnenautomatik lässt sich laut technischen Daten zwischen 3.000 und 10.000 Lux einstellen. Im Lieferumfang des RolloDrive 45 ist der Sensor nicht enthalten. Einen Dämmerungssensor nennt die Anleitung für dieses Modell nicht.

Gibt es einen unabhängigen Test zum RolloDrive 45?

Uns ist keiner bekannt. Die Stiftung Warentest hat elektrische Gurtwickler nach unserer Recherche nicht geprüft; Seiten mit dem Wort Test im Titel vergleichen in der Regel Herstellerangaben. Auch diese Seite stützt sich auf die Produktseite und die Montageanleitung von Schellenberg und nicht auf eigene Messungen.

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Belege und Quellen

  1. Schellenberg: Produktseite RolloDrive 45, Art. 22745 (technische Daten, Lieferumfang, Mauerkasten)
  2. Schellenberg: Montageanleitung RolloDrive 45, MA22745001 / 04.25 (Sicherheitshinweise, technische Daten, Programmierung)
  3. Schellenberg: Produktseite RolloDrive 65 Standard (Vergleichswerte)
  4. Superrollo: Bedienungsanleitung GW60 (Vergleichswerte der Alternative)

Verfasst von

Redaktion gurtwickler-elektrisch.de

Die Redaktion von gurtwickler-elektrisch.de liest Datenblätter, Montageanleitungen und Herstellerseiten elektrischer Gurtwickler und stellt die Angaben nebeneinander: freigegebene Rollladenfläche je Material, Gurtbreite, Lochabstand, Stromanschluss, Funk. Grundlage sind die Unterlagen der Hersteller; die Quellen stehen am Ende jeder Seite.

  • Werte aus Datenblatt und Montageanleitung
  • Widersprüche zwischen Quellen werden genannt
  • Vergleich nach Herstellerangaben
  • Anbieterangaben im Impressum

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