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Gurtwickler elektrisch

Begriffe

Glossar: Begriffe rund um den elektrischen Gurtwickler

Datenblätter elektrischer Gurtwickler stecken voller Begriffe wie Anfangszugkraft, Lochabstand oder Wickelkapazität. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten in ein bis drei Sätzen, so wie die Hersteller sie verwenden.

aus der Redaktion Stand 11. Oktober 2026 ca. 2 Minuten

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert. Alle Zahlen stammen aus Datenblättern, Montageanleitungen und Produktseiten der Hersteller; wie wir damit arbeiten, steht unter So vergleichen wir.

So liest du ein Datenblatt

Die Hersteller ordnen ihre Angaben unterschiedlich an, die Reihenfolge beim Lesen bleibt aber gleich:

  1. Bauart. Steht dort Unterputz, Aufputz oder Schwenkwickler? Ein Unterputz-Gerät braucht einen Mauerkasten, ein Aufputz-Gerät eine freie Wandfläche unter dem Gurtauslass. Drehbar gelagerte Aufputz-Geräte stehen unter Schwenkwickler.
  2. Gurtbreite. Mini-Gurt oder Maxi-Gurt. Steht nur eine Breite im Datenblatt, passt die andere nicht.
  3. Freigegebene Rollladenfläche. Sie ist je Material angegeben. Fehlt ein Material, hat der Hersteller das Gerät dafür nicht freigegeben – so nennt die Anleitung des Superrollo GW70 nur für Kunststoff eine Fläche.
  4. Lochabstand und Einbaumaße. Bei einigen Geräten stehen sie als Zahl im Text, bei anderen nur in einer Zeichnung der Anleitung.
  5. Wickelkapazität. Sie sinkt mit der Gurtstärke. Ein dicker Ersatzgurt kann deshalb zu lang für das Gerät sein.

Begriffe, die leicht verwechselt werden

Zugkraft und Rollladengewicht. Ein Gerät mit 45 kg Zugkraft bewegt keinen 45 kg schweren Rollladen in jeder Lage. Die Hersteller geben solche Geräte nach Fläche frei: Schellenberg nennt für den RolloDrive 65 höchstens 6 m² Kunststoff bei höchstens 4,5 kg je m². Maßgeblich ist deshalb die freigegebene Fläche je Material, nicht die Kilogramm-Zahl.

Gurtwickler und Rohrmotor. Beide machen den Rollladen elektrisch. Der Gurtwickler sitzt neben dem Fenster und behält den Gurt, der Rohrmotor sitzt in der Welle und ersetzt ihn. Die Abwägung steht unter Gurtwickler oder Rohrmotor.

Zeitautomatik und Astro-Funktion. Eine Zeitautomatik fährt zu festen Uhrzeiten. Die Astro-Funktion verschiebt die Zeiten mit dem Sonnenstand über das Jahr. Einfache Geräte haben nur je eine Auf- und Abfahrzeit. Wie die drei Stufen und der Sonnensensor im Einzelnen arbeiten, erklärt die Seite Zeitautomatik und Sonnensensor.

Funk und Smart Home. Funk heißt zunächst nur, dass ein Handsender oder eine Zentrale desselben Herstellers das Gerät steuern kann. Für die Steuerung per App oder Sprachassistent kommt es darauf an, welches System das Gerät unterstützt.

Mauerkasten und Rollladenkasten. Der Mauerkasten ist die kleine Aussparung neben dem Fenster, in der der Wickler sitzt. Der Rollladenkasten sitzt über dem Fenster und enthält Welle und Panzer. Für den Einbau eines elektrischen Gurtwicklers arbeitest du am Mauerkasten; der Rollladenkasten bleibt zu, solange der Gurt weiterverwendet wird.

Die zwei wichtigsten Begriffe

Zwei Begriffe entscheiden über die meisten Fehlkäufe: die freigegebene Rollladenfläche und der Lochabstand. Wie sich die Fläche aus Breite und Höhe ergibt und welche Geräte dafür freigegeben sind, zeigt der Zugkraft-Rechner. Was die Bauarten unterscheidet, steht auf den Seiten zu Unterputz und Aufputz, die Funkstandards unter Smart Home.

Astro-Funktion
Zeitautomatik, die sich nach Sonnenauf- und Sonnenuntergang am Wohnort richtet, statt nach festen Uhrzeiten. Bei WIR elektronik wird dafür die Postleitzahl eingegeben.
Aufputz-Gurtwickler
Gerät, dessen Gehäuse auf die Wand geschraubt wird. Es braucht keinen Mauerkasten und ersetzt Aufputz- und Schwenkwickler.
DuoFern
Funksystem von Rademacher. Geräte mit DuoFern im Namen funken laut Hersteller mit 434,5 MHz, zum Beispiel der RolloTron Basis DuoFern 1200-UW. Die DuoFern-Varianten von Basis und Standard haben laut Rademacher kein eigenes Schaltzeitprogramm; ihre Automatik kommt von einer Zentrale.
Einlasswickler
Anderer Name für den handbetätigten Unterputz-Gurtwickler, der im Mauerkasten sitzt; BAUHELD und Schellenberg verwenden den Begriff in ihren Anleitungen. Ein elektrischer Unterputz-Gurtwickler nimmt seinen Platz ein.
Elektrischer Gurtwickler
Rollladenantrieb, der anstelle des handbetätigten Gurtwicklers an der Wand sitzt und den vorhandenen Rollladengurt mit einem Elektromotor auf- und abwickelt. Der Rollladenkasten bleibt dabei geschlossen, solange der Gurt weiterverwendet wird.
Endpunkt (Endlage)
Die obere und die untere Stellung, an der der Antrieb stoppt. Schellenberg spricht von Endlagen, Rademacher und WIR elektronik von Endpunkten. Beide werden nach dem Einbau am Gerät eingestellt, damit der Rollladen weder oben anschlägt noch unten den Gurt lockert.
Flächengewicht
Gewicht des Rollladenpanzers je Quadratmeter. Die Hersteller rechnen bei Kunststoff mit 3 bis 5 kg je m², bei Holz mit 10 kg je m²; Aluminium wird je nach Hersteller mit 5 oder 10 kg je m² angesetzt.
Freigegebene Rollladenfläche
Fläche in Quadratmetern, für die der Hersteller ein Gerät je Material freigibt, etwa 6 m² Kunststoff oder 3 m² Aluminium und Holz. Sie ist die belastbarste Angabe für die Auswahl und gilt als Richtwert für einen leichtgängigen Rollladen.
Gurtführung
Kleine Blende am Gurtauslass des Rollladenkastens, oft mit Umlenkrolle. Sie muss leichtgängig sein, sonst arbeitet der Antrieb gegen unnötige Reibung.
Hinderniserkennung
Funktion, die den Antrieb stoppt, wenn der Rollladen beim Herunterfahren blockiert oder auf ein Hindernis trifft. Manche Hersteller nennen sie Auflaufschutz oder Sicherheitsabschaltung.
Lochabstand
Abstand zwischen den beiden Befestigungsschrauben des Wicklers. Elektrische Geräte haben eigene Maße, zum Beispiel 135 oder 165 mm beim RolloDrive 45 und 165 oder 185 mm beim RolloDrive 65 und beim Meross MRS200.
Matter
Herstellerübergreifender Smart-Home-Standard. Bei Gurtwicklern läuft er über WLAN (Meross MRS200) oder laut Hersteller über Thread (Rademacher Universal Gurtwickler smart); für den Zugriff von unterwegs ist eine Zentrale der jeweiligen Plattform nötig.
Mauerkasten
Auch Gurtkasten: die Aussparung in der Wand, in der ein Unterputz-Gurtwickler sitzt. Seine Öffnungsbreite, Öffnungshöhe und Tiefe entscheiden, ob ein elektrisches Gerät hineinpasst.
Mini-Gurt und Maxi-Gurt
Die zwei üblichen Gurtbreiten: Mini mit 14 bis 15 mm und Maxi mit 23 mm. Die meisten elektrischen Gurtwickler sind nur für eine der beiden Breiten gebaut.
Rohrmotor
Rollladenantrieb, der in der Welle im Rollladenkasten sitzt und den Gurt ganz ersetzt. Für den Einbau muss der Kasten geöffnet werden, und am Kasten wird ein 230-Volt-Anschluss gebraucht.
Schwenkwickler
Unterart des Aufputz-Gurtwicklers mit drehbar gelagertem Gehäuse. Wofür die Schwenkfunktion gedacht ist, erklären die ausgewerteten Herstellerunterlagen nicht. Nicht jedes Aufputz-Gerät schwenkt.
Unterputz-Gurtwickler
Gerät, das im vorhandenen Mauerkasten des alten Wicklers sitzt; sichtbar bleibt nur die Blende. Voraussetzung ist ein Mauerkasten, dessen Öffnung groß genug ist – beim Schellenberg RolloDrive 45 nennt der Hersteller mindestens 35 mm Breite und 103 mm Höhe.
Wickelkapazität
Gurtlänge, die das Gerät aufnehmen kann. Sie hängt von der Gurtstärke ab: Der RolloDrive 65 wickelt laut Hersteller 8 m bei 1,0 mm Stärke, aber nur 4,5 m bei 1,7 mm.
Zugkraft
Kraft in Kilogramm, mit der das Gerät am Gurt zieht. Manche Hersteller unterscheiden die Anfangszugkraft bei geschlossenem Rollladen und die niedrigere Endzugkraft bei geöffnetem. Die Werte verschiedener Hersteller sind nicht direkt vergleichbar.

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Verfasst von

Redaktion gurtwickler-elektrisch.de

Die Redaktion von gurtwickler-elektrisch.de liest Datenblätter, Montageanleitungen und Herstellerseiten elektrischer Gurtwickler und stellt die Angaben nebeneinander: freigegebene Rollladenfläche je Material, Gurtbreite, Lochabstand, Stromanschluss, Funk. Grundlage sind die Unterlagen der Hersteller; die Quellen stehen am Ende jeder Seite.

  • Werte aus Datenblatt und Montageanleitung
  • Widersprüche zwischen Quellen werden genannt
  • Vergleich nach Herstellerangaben
  • Anbieterangaben im Impressum

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