Das Wichtigste vorab
Der RolloDrive 55 (Art. 22755) wird auf die Wand geschraubt und nimmt 14- oder 23-mm-Gurt. Schellenberg nennt höchstens 30 kg Anfangszugkraft, 5,0 m² Kunststoff und 2,5 m² Aluminium (laut Produktseite auch Holz), 230 mm Lochabstand und ein 1,9 m langes Netzkabel für 230 Volt. Die Zeitautomatik hat je eine Auf- und Abfahrzeit. Die Montageanleitung verlangt Anschluss, Montage und Inbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft.
Hinweis zu Links: Diese Seite enthält Affiliate-Links (mit * gekennzeichnet). Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. So finanziert sich die Seite
Kurzurteil
Der RolloDrive 55 ist bei Schellenberg das Aufputz-Gerät für alle Fälle, in denen der RolloDrive 35 nicht reicht: breiter Gurt auf der Wand, ein Rollladen bis 5 m² Kunststoff oder ein kleinerer Aluminium-Rollladen. Dafür arbeitet er mit 230 Volt statt mit einem 24-Volt-Netzteil, und seine Montageanleitung verlangt eine Elektrofachkraft. Die Einschätzung beruht auf Produktseite und Montageanleitung des Herstellers, nicht auf eigenen Messungen.
Schellenberg
RolloDrive 55
Aufputz-Wickler für schmalen und breiten Gurt mit mehr Reserve als der RolloDrive 35.
- Bauart
- Aufputz
- Gurtbreite
- 14 und 23 mm
- Fläche Kunststoff
- bis 5 m²
- Fläche Alu/Holz
- bis 2,5 m² (Holz nur laut Produktseite)
- Zugkraft
- 30 kg
- Lochabstand
- 230 mm
Warum an dieser Stelle: Aufputz-Gerät für 14- und 23-mm-Gurt: höchstens 30 kg, freigegeben bis 5 m² Kunststoff oder 2,5 m² Aluminium. Zeitautomatik mit je einer Auf- und Abfahrzeit, Anschluss für einen Sonnensensor.
Passt zu: Kunststoff-Rollläden bis 5 m² oder Aluminium bis 2,5 m² (Holz nennt nur die Produktseite), Aufputz, Gurt 14 oder 23 mm.
Dafür spricht
- Für Mini- und Maxi-Gurt, Adapter liegt laut Hersteller bei
- 30 kg Zugkraft, freigegeben bis 5 m² Kunststoff
- Zeitautomatik und Sicherheitsabschaltung
Das fehlt
- Arbeitet mit 230 Volt; die Montageanleitung verlangt Anschluss und Inbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft
- Lochabstand 230 mm – selten deckungsgleich mit dem alten Wickler
- Sonnensensor nur als Zubehör
- Produktseite und Montageanleitung weichen ab: Wickelkapazität bei 1,0 mm Gurtstärke 5,0 m gegen 6 m (wir rechnen mit 5,0 m), Standby 1 W gegen 0,3 Watt; die 2,5 m² nennt die Anleitung nur für Aluminium, die Produktseite für Aluminium und Holz
Technische Daten laut Schellenberg
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bauart | Aufputz, System Mini oder Maxi |
| Gurtbreite | 14 mm oder 23 mm |
| Rollladenfläche Kunststoff | höchstens 5,0 m² |
| Rollladenfläche Aluminium | höchstens 2,5 m² (Produktseite: Aluminium/Holz) |
| Zugkraft | höchstens 30 kg (Anfangszugkraft) |
| Wickelkapazität Maxi | 5,0 m bei 1,0 mm Gurtstärke, 3,0 m bei 1,7 mm |
| Wickelkapazität Mini | 3,5 m bei 1,4 mm Gurtstärke |
| Lochabstand | 230 mm |
| Gehäuse (B × H × T) | 102 × 246 × 40 mm |
| Strom | 230 V / 50 Hz, Netzkabel 1,9 m, Nennleistung 70 W |
| Standby | 0,3 Watt (Montageanleitung), 1 W (Produktseite) |
| Schalldruckpegel | höchstens 70 dB(A) |
| Schutzklasse / Schutzart | II / IP20, nur für trockene Räume |
| Artikelnummern | 22755; die Anleitung gilt auch für 22725 |
Drei Angaben weichen zwischen den Unterlagen ab. Bei der Wickelkapazität nennt die Montageanleitung 6 m bei 1,0 mm Gurtstärke, die Produktseite 5,0 m; wir nennen den kleineren Wert. Bei der Fläche führt die Anleitung nur Kunststoff und Aluminium auf, die Produktseite fasst Aluminium und Holz zusammen. Im Standby nennt die Anleitung 0,3 Watt, die Produktseite 1 W. Für einen Holzrollladen ist die Freigabe damit schwächer belegt als bei anderen Geräten – prüfe ihn mit dem Zugkraft-Rechner und plane Reserve ein.
Die Anleitung spricht außerdem von „glatten Rollläden“ und nennt alle Werte Richtwerte für eine ideale Einbausituation.
Vorteile
- Nimmt Mini- und Maxi-Gurt, Adapter liegen laut Hersteller bei
- Freigabe bis 5 m² Kunststoff – mehr als beim RolloDrive 35
- Lochabstand und Gehäusemaße als Zahl angegeben
- Endlagen bleiben laut Produktseite bei Stromausfall gespeichert
Nachteile
- Montageanleitung verlangt eine Elektrofachkraft
- Lochabstand 230 mm – selten deckungsgleich mit dem alten Wickler
- Nur 3,0 m Wickelkapazität bei 1,7 mm dickem Maxi-Gurt
- Nur zwei Schaltzeiten; nach Stromausfall neu setzen
- Sonnensensor nur als Zubehör, kein Funk
Für wen – und für wen nicht
Der RolloDrive 55 passt, wenn der alte Wickler auf der Wand sitzt und einer dieser Punkte zutrifft: Der Gurt ist 23 mm breit, der Kunststoff-Rollladen ist größer als 4 m², oder es hängt ein kleiner Aluminium-Rollladen am Gurt.
Er passt nicht, wenn der Wickler im Mauerkasten sitzt (dann siehe Unterputz-Gurtwickler), wenn Wochenprogramm, Funk oder App gewünscht sind oder wenn am Fenster keine frei zugängliche 230-Volt-Steckdose liegt. Für einen kleinen Kunststoff-Rollladen mit schmalem Gurt genügt der RolloDrive 35* (Anzeige) mit 24-Volt-Steckernetzteil.
Mini oder Maxi: der Umbau
Beide Gurteinlauf-Adapter und der Reduzieradapter für die Wickelrolle liegen laut Produktseite im Karton. Für Mini-Gurt kommen der Reduzieradapter für die Wickelrolle und der Mini-Gurteinlauf zum Einsatz; die Montageanleitung zeigt das in eigenen Bildschritten. Welche Breite du hast, misst du am freiliegenden Gurt – wie, steht unter Gurtbreite messen.
Montage laut Anleitung
In den Sicherheitshinweisen steht: Elektrischer Anschluss, Montage und Inbetriebnahme müssen durch eine ausgebildete Elektrofachkraft erfolgen. Was dieser Satz für Geräte mit Stecker bedeutet, ordnet die Seite Brauche ich einen Elektriker? ein. Weitere Vorgaben:
- frei zugängliche 230-Volt-Steckdose am Einsatzort, ebene und tragfähige Montagefläche
- Einbauhöhe mindestens 850 mm über dem Fußboden
- Gurt möglichst senkrecht einlaufend, sonst verschleißt er und belastet das Gerät
- mechanische Verriegelungen am Rollladen sind für den automatischen Betrieb nicht geeignet
- das Netzkabel darf beim Anschrauben nicht gequetscht werden; eine Klemme für die Leitung liegt bei
Der Ablauf: alten Wickler ausbauen und den Gurt vorsichtig abwickeln (die Trommel steht unter Federspannung), Gurt nach den Maßen der Anleitung kürzen und am Haken des Wickelrads einhängen, Gerät mit zwei Schrauben im Abstand von 230 mm anschrauben, Netzkabel anschließen. Passen die alten Bohrlöcher nicht, setzt du neue Dübel; die Maße anderer Geräte stehen unter Lochabstand. Den Tausch Schritt für Schritt zeigt Elektrischen Gurtwickler einbauen.
Einstellen und Alltag
Das Gerät hat fünf Tasten (Auf, Ab, Set, Uhr, Sonne) und zwei LEDs. Laut Anleitung gilt:
- Endlagen: Erst die obere, dann die untere Endlage einstellen; die Tasten werden gehalten, bis die gewünschte Position erreicht ist. Oben nicht bis zum Anschlag fahren und rechtzeitig loslassen – eine falsche obere Endlage kann das Gerät laut Anleitung überlasten oder zerstören.
- Zeitautomatik: Öffnungs- und Schließzeit werden einmalig zur gewünschten Uhrzeit gesetzt, mindestens eine davon. Zwischen Hand- und Automatikbetrieb schaltest du mit der in der Anleitung gezeigten Taste um, die 2 Sekunden gedrückt wird.
- Nach Stromausfall blinkt die LED; die Uhr bleibt in dieser Zeit stehen, die Schaltzeiten sollten neu gesetzt werden. Auch nach der Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst setzt du sie von Hand neu.
- Hindernis und Blockade: Bewegt sich der Gurt nicht, schaltet das Gerät ab. Weiter geht es erst, nachdem der Antrieb in Gegenrichtung gefahren und das Hindernis beseitigt ist.
- Laufzeit: Die Anleitung des RolloDrive 55 nennt 4 Minuten Kurzzeitbetrieb. Wird das überschritten, blinkt die Uhr-LED schnell und der Motor stoppt; die volle Betriebsbereitschaft ist laut Anleitung nach etwa 60 Minuten wieder da.
- Werksreset: die drei in der Anleitung gezeigten Tasten gleichzeitig drücken; alle Einstellungen sind dann gelöscht. Vor dem Ausbau verlangt die Anleitung diesen Schritt.
Als Zubehör nennt Schellenberg einen Sonnensensor mit 0,75 m, 1,5 m oder 3 m Kabel. Erkennt er etwa 10 Minuten lang die eingestellte Helligkeit, fährt der Rollladen bis zum Sensor an der Scheibe herunter. Die Einstellschritte der Reihen 35, 45 und 65 stehen unter RolloDrive einstellen.
Alternativen
- Beide Gurtbreiten, 24-Volt-Netzteil: Der Superrollo GW60* (Anzeige) nimmt 15- und 23-mm-Gurt und lässt sich auf oder in der Wand montieren; er ist bis 4,5 m² Kunststoff freigegeben. Details: Superrollo GW60.
- Schmaler Gurt, kleiner Rollladen: RolloDrive 35, bis 4 m² Kunststoff.
- Alle Aufputz-Geräte nebeneinander: Aufputz-Gurtwickler im Vergleich.
Hängt an der Wand noch ein RolloDrive 50, findest du dessen Daten unter Alte RolloDrive-Modelle.
Oft gefragt
Hat der RolloDrive 55 eine Zugkraft von 55 kg?
Nein. Schellenberg nennt für den RolloDrive 55 höchstens 30 kg Anfangszugkraft. Die 55 ist eine Modellnummer. Maßgeblich ist die freigegebene Fläche: 5,0 m² bei Kunststoff-Rollläden und 2,5 m² bei Aluminium; die Produktseite nennt die 2,5 m² auch für Holz. Laut Anleitung sind das Richtwerte für eine ideale Einbausituation.
Passt der RolloDrive 55 für 14-mm- und 23-mm-Gurt?
Ja. Ab Werk ist er für den breiten Maxi-Gurt mit 23 mm eingerichtet. Für den schmalen Mini-Gurt mit 14 mm liegen laut Produktseite ein Reduzieradapter für die Wickelrolle und ein eigener Gurteinlauf-Adapter bei. Die Montageanleitung zeigt den Umbau in eigenen Schritten für Mini.
Wie viel Gurt wickelt der RolloDrive 55 auf?
Die Produktseite nennt 5,0 m bei 1,0 mm Gurtstärke und 3,0 m bei 1,7 mm für den Maxi-Gurt sowie 3,5 m bei 1,4 mm für den Mini-Gurt. Die Montageanleitung nennt 6 m bei 1,0 mm und 3 m bei 1,7 mm. Wir rechnen mit dem kleineren Wert der Produktseite. Bei dickem Gurt und hohen Fenstern wird es knapp.
Brauche ich für den RolloDrive 55 eine Elektrofachkraft?
Die Montageanleitung verlangt es: Elektrischer Anschluss, Montage und Inbetriebnahme müssen durch eine ausgebildete Elektrofachkraft nach den Anweisungen der Anleitung erfolgen. Das Gerät hat ein Netzkabel mit Stecker für 230 Volt; Steckdose und Stecker müssen laut Anleitung immer frei zugänglich sein.
Was kostet der RolloDrive 55 im Preisvergleich?
Wir nennen keine Preise, weil sie sich laufend ändern. Der RolloDrive 55 liegt in der mittleren Preisklasse: über den Einsteigern RolloDrive 35 und 45 mit 24-Volt-Netzteil, unter den Funkmodellen der Premium-Reihe. Eine unverbindliche Preisempfehlung nennt Schellenberg in den ausgewerteten Unterlagen nicht.
Hier geht es weiter
- HerstellerSchellenberg RolloDriveSchellenberg RolloDrive 35, 45, 55, 65, 75 und 105 im Überblick: Bauart, Gurtbreite, freigegebene Fläche, Zugkraft und Lochabstand laut Hersteller – mit Empfehlung.
- Auswahl & KaufAufputzElektrische Aufputz-Gurtwickler nach Herstellerangaben: Gurtbreite, freigegebene Rollladenfläche, Lochabstand und Stromanschluss von sechs Geräten im Überblick.
- Modell im DatenblattRolloDrive 35Schellenberg RolloDrive 35 (Art. 22735): Aufputz, schmaler Gurt, 12 kg Zugkraft, bis 4 m² Kunststoff, 24-Volt-Netzteil. Daten, Montage, Sonnensensor, Grenzen.
- Passt das?GurtbreiteMini-Gurt mit 14 bis 15 mm oder Maxi-Gurt mit 23 mm: So misst du die Gurtbreite, und diese elektrischen Gurtwickler nehmen laut Hersteller welche Breite auf.
- Passt das?LochabstandLochabstand 135, 165, 185 oder 215 mm? So misst du den Abstand der Schrauben – und diese elektrischen Gurtwickler passen laut Hersteller dazu.
- Modell im DatenblattAlte RolloDrive-ModelleAlte Schellenberg RolloDrive 30, 40, 50, 60 und 60 Comfort: Lochabstand, Gurtbreite, Fläche und Zuglast aus einem Herstellerkatalog, neben heutigen Modellen.
Belege und Quellen
Verfasst von
Redaktion gurtwickler-elektrisch.de
Die Redaktion von gurtwickler-elektrisch.de liest Datenblätter, Montageanleitungen und Herstellerseiten elektrischer Gurtwickler und stellt die Angaben nebeneinander: freigegebene Rollladenfläche je Material, Gurtbreite, Lochabstand, Stromanschluss, Funk. Grundlage sind die Unterlagen der Hersteller; die Quellen stehen am Ende jeder Seite.
- Werte aus Datenblatt und Montageanleitung
- Widersprüche zwischen Quellen werden genannt
- Vergleich nach Herstellerangaben
- Anbieterangaben im Impressum