Antwort in Kürze
Ein Akku-Gurtwickler läuft laut WIR elektronik 4 bis 8 Wochen mit einer Ladung, je nach Schwere des Rollladens. Das Display zeigt den Ladestand in Prozent und meldet sich, wenn er unter 15 % fällt. Wird nicht geladen, schaltet sich das Gerät zum Selbstschutz ab und startet erst wieder am Netzteil. Die Angabe gilt für Rollläden innerhalb der Freigabe von etwa 1,6 m² Kunststoff.
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Was der Hersteller sagt
Akku-Gurtwickler in unserer Auswahl stammen von WIR elektronik. Auf den Produktseiten der Aufputz-Ausführung eW320-M und der Unterputz-Ausführung eW420 steht dieselbe Angabe: 4 bis 8 Wochen Akkulaufzeit, abhängig von der Schwere des Rollladens. Auch die Produktseite des Schnurwicklers eW320-S nennt sie. Mehr sagt der Hersteller zur Laufzeit nicht – weder, wie viele Fahrten am Tag er dabei annimmt, noch, für welche Rollladengröße der obere oder der untere Wert gilt.
- Laufzeit je Ladung laut Produktseite
- 4–8 Wochen
- Lithium-Polymer-Akku laut Anleitung
- 14,8 V / 1000 mAh
- ab hier meldet sich die Akkuüberwachung
- unter 15 %
- Ladezeit
- nicht genannt
Im Netz findest du Angaben von zwei Wochen bis zu sehr langen Zeiträumen. Auf eine Unterlage des Herstellers stützen lässt sich nur die Spanne von 4 bis 8 Wochen. Eigene Messungen liegen uns dazu nicht vor.
Wovon die Laufzeit abhängt
Belegt ist ein Einflussfaktor: das Gewicht des Rollladens. Daraus folgt, was du selbst beeinflussen kannst.
- Größe und Material. Die Geräte sind nur für kleine, leichte Rollläden freigegeben: etwa 1,6 m² Kunststoff, etwa 1,1 m² Aluminium, etwa 0,55 m² Holz bei höchstens 5,5 kg Zugleistung. Liegt dein Rollladen am oberen Rand dieser Freigabe, rechne eher mit dem unteren Ende der Laufzeit.
- Leichtgängigkeit. Die Anleitung verlangt, dass sich der Rollladen jederzeit einwandfrei und leicht heben und senken lässt. Ein Panzer, der in den Schienen klemmt, kostet Kraft und damit Akkuladung.
- Zahl der Fahrten. Der Hersteller nennt sie nicht als Faktor. Dass ein Rollladen, der zweimal täglich per Zeitautomatik fährt, mehr Energie braucht als einer am selten genutzten Kellerfenster, liegt aber auf der Hand.
Zwischen den Fahrten schläft das Gerät: Laut Anleitung bleibt es im Schlafmodus, bis die nächste eingestellte Fahrt ansteht, und wacht spätestens nach 24 Stunden kurz auf, um den Akku zu messen. Den Verbrauch in Bereitschaft gibt der Hersteller mit 70 Mikroampere an.
WIR elektronik
eWickler Akku eW320-M
Aufputz-Wickler mit eingebautem Akku für kleine, leichte Rollläden ohne Steckdose in der Nähe.
- Bauart
- Aufputz, Akku
- Gurtbreite
- 12–15 mm
- Fläche Kunststoff
- ca. 1,6 m²
- Fläche Alu/Holz
- Alu ca. 1,1 m², Holz ca. 0,55 m²
- Zugkraft
- 5,5 kg
- Lochabstand
- 213 mm
Warum an dieser Stelle: Das Aufputz-Gerät, auf das sich die Laufzeitangabe bezieht: laut Hersteller 4 bis 8 Wochen je Ladung, Ladenetzteil mit 1,8 m Zuleitung im Lieferumfang, freigegeben für Kunststoff-Rollläden bis ca. 1,6 m².
Passt zu: Kunststoff-Rollläden bis etwa 1,6 m² mit schmalem Gurt, zum Beispiel an Bad-, Flur- oder Kellerfenstern.
Dafür spricht
- Läuft ohne Steckdose: laut Produktseite des Herstellers 4 bis 8 Wochen je Akkuladung, abhängig vom Gewicht des Rollladens
- Ladenetzteil mit 1,8 m Kabel im Lieferumfang
- Display, Wochenprogramm und Astro-Funktion
Das fehlt
- Höchstens 5,5 kg Zugleistung: Kunststoff bis ca. 1,6 m², Aluminium bis ca. 1,1 m², Holz bis ca. 0,55 m²
- Der Akku muss regelmäßig geladen werden; eine Ladezeit nennt der Hersteller nicht
- Kein Funk, kein Sonnensensor
So liest du den Ladestand ab
Du musst nicht raten, wann geladen werden muss. Die Anleitung des eW420 beschreibt drei Hilfen:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| Prozentwert nach zwei Sekunden Druck auf die Mond-Taste | aktueller Ladezustand des Akkus |
| Meldung beim Aufwecken des Geräts | Kapazität ist unter 15 % gefallen, jetzt laden |
| umlaufender Balken und Prozentwert | Gerät lädt gerade |
| „VOLL“ | Akku vollständig geladen, Netzteil kann ab |
Laden: was dazu feststeht
Der Akku ist bei Lieferung vorgeladen. Zur ersten Inbetriebnahme muss das Gerät trotzdem einmal kurz ans Netzteil, um aktiviert zu werden. Zum Laden steckst du zuerst das Netzteil in die Buchse an der Unterseite des Wicklers, dann in eine Steckdose. Die Zuleitung des mitgelieferten Netzteils ist 1,8 m lang. Liegt die nächste Steckdose weiter weg, brauchst du für die Ladezeit ein Verlängerungskabel bis in die Nähe des Fensters.
Zwei Dinge sind nicht belegt: wie lange ein Ladevorgang dauert und wie viele Ladezyklen der Akku übersteht. Beides steht weder auf der Produktseite noch in der Anleitung. Wir nennen deshalb keine Zahl.
Wenn der Rollladen länger nicht fährt
Für längere Pausen, etwa in einer Ferienwohnung, beschreibt die Anleitung, wie du das Gerät ausschaltest: über einen Reset, bei dem Endpunkte und Schaltzeiten erhalten bleiben und nur die Uhrzeit verloren geht. Danach muss der Wickler am Netzteil wieder aktiviert werden.
Reicht dir das nicht?
Wer nicht alle paar Wochen laden will oder einen größeren Rollladen hat, ist mit einem Akku-Gerät falsch beraten. Mit dem Zugkraft-Rechner prüfst du, ob dein Rollladen überhaupt in die Freigabe fällt. Die Wege ohne Steckdose am Fenster vergleicht die Seite Rollladen elektrisch nachrüsten ohne Stromanschluss. Liegt doch eine Steckdose in Reichweite, findest du einfache Geräte mit Netzteil unter Aufputz-Gurtwickler.
Mehr zum Hersteller und seinen Modellnummern steht unter WIR elektronik eWickler. Ob du für den Anschluss eines Gurtwicklers Fachleute brauchst, klärt die Frage Elektriker nötig?. Alle weiteren Antworten: Übersicht der Fragen.
Oft gefragt
Wie lange dauert es, einen Akku-Gurtwickler zu laden?
Das ist nicht belegt. Weder die Produktseite noch die Bedienungsanleitung des eWickler Comfort Akku nennen eine Ladezeit. Die Anleitung beschreibt nur den Ablauf: Netzteil an die Buchse auf der Geräteunterseite, dann in die Steckdose. Ist der Akku voll, zeigt das Display „VOLL“ und das Netzteil kann wieder abgezogen werden.
Was passiert, wenn der Akku leer ist?
Fällt der Ladestand unter 15 %, zeigt das Display das an, sobald das Gerät durch einen Tastendruck geweckt wird. Lädst du nicht rechtzeitig, schaltet sich der eWickler laut Anleitung zum Selbstschutz aus. Er lässt sich dann nur wieder in Betrieb nehmen, indem du ihn mit dem Netzteil verbindest. Der Rollladen bleibt bis dahin in seiner Position.
Kann ich den Akku-Gurtwickler dauerhaft am Netzteil lassen?
Dazu macht die ausgewertete Anleitung keine Aussage. Sie beschreibt, dass das Netzteil nach dem vollständigen Laden wieder entfernt werden kann. Liegt ohnehin eine Steckdose in Reichweite, ist ein Gerät mit Netzanschluss die naheliegendere Wahl: Es bewegt deutlich größere Rollläden und muss nie geladen werden.
Hier geht es weiter
- Auswahl & KaufAkkuGurtwickler mit Akku laufen ohne Steckdose, sind laut Hersteller aber nur für etwa 1,6 m² Kunststoff-Rollladen freigegeben. Modelle, Laufzeit und Alternativen.
- HintergrundOhne StromanschlussRollladen elektrisch nachrüsten ohne Strom: Akku-Gurtwickler sind nur bis ca. 1,6 m² Kunststoff freigegeben. Für größere Rollläden bleibt Solar oder ein Kabel.
- HerstellerWIR elektronik eWicklereWickler von WIR elektronik: eW3xx und eW4xx sind Akku-Geräte, eW5xx compact, eW8xx Unterputz, eW9xx Aufputz. Was -M, -F und -S bedeuten, mit Daten laut Hersteller.
- Kurz beantwortetBrauche ich für einen elektrischen Gurtwickler einen Elektriker?Ob ein Elektriker nötig ist, steht in der Montageanleitung: Geräte mit 24-Volt-Steckernetzteil kommen ohne den Hinweis aus, viele 230-Volt-Modelle verlangen ihn.
- ÜbersichtFragen & AntwortenHäufige Fragen zum elektrischen Gurtwickler – kurz beantwortet, mit Herstellerquellen belegt und mit Links zu den ausführlichen Seiten zu Auswahl, Einbau und Funk.
Belege und Quellen
Verfasst von
Redaktion gurtwickler-elektrisch.de
Die Redaktion von gurtwickler-elektrisch.de liest Datenblätter, Montageanleitungen und Herstellerseiten elektrischer Gurtwickler und stellt die Angaben nebeneinander: freigegebene Rollladenfläche je Material, Gurtbreite, Lochabstand, Stromanschluss, Funk. Grundlage sind die Unterlagen der Hersteller; die Quellen stehen am Ende jeder Seite.
- Werte aus Datenblatt und Montageanleitung
- Widersprüche zwischen Quellen werden genannt
- Vergleich nach Herstellerangaben
- Anbieterangaben im Impressum